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Sexuelle Orientierung und Outing bei Jugendlichen

“Liebe Eltern, Ich bin heterosexuell.”

Dieser Artikel richtet sich vorrangig an heterosexuelle Eltern, da die Sexualaufklärung in Familien mit gleichgeschlechtlichen Elternpaaren auf anderen Voraussetzungen basiert.

“Mama, ich hab noch Wäsche. Ach, und ich bin jetzt mit der Lea zusammen.”

Das Outing ist so eine Sache: Viele Jugendliche schieben den Moment lange vor sich her, grübeln über mögliche Reaktionen, Scham und Ablehnung. Manche Menschen outen sich erst im Erwachsenenalter, einige behalten die oft auch ambivalenten Gefühle über die eigene sexuelle Orientierung ein Leben lang für sich.

Dann gibt es aber auch das Bilderbuch -Outing: Das, das gar keines ist. Wenn sich etwa die Tochter zum ersten Mal verliebt und beim Abendessen einfach sagt: Mama, Papa, ich habe eine Freundin. Oder: Ich bin total verliebt, was soll ich tun? Und die Eltern damit ganz genau so umgehen, als wäre die Tochter in einen Jungen verliebt. Empathisch, interessiert, aufklärend. Und natürlich um das Wohl des Kindes besorgt.

Wie ein Outing verläuft und ob es überhaupt notwendig ist, hängt natürlich nicht einfach vom Jugendlichen ab, sondern vor allem von Eltern, Umfeld, Erziehung, Religion und Wohnort. So haben auch verschieden sozialisierte Eltern ganz unterschiedliche Fragen, wenn es um Homosexualität beim eigenen Nachwuchs geht. Offene, diversitätsgeschulte und interessierte Eltern werden eher fragen, wie sie ihr Kind frühzeitig aufklären, unterstützen und entsprechend begleiten können, während sich etwa religiöse oder konservative Eltern aufgrund von Vorurteilen, Zweifeln und Ängsten um Zukunft und soziale Position eher mit alten Vorurteilen und der neuen Realität beschäftigen werden.

Die Reaktionen, auf die ein Outing in einer Familie stößt, können so vielfältig sein wie die unterschiedlichen sozialen Situationen und gesellschaftlichen Milieus, in denen sie sich ereignen. So kann es durchaus sein, dass Eltern in ihrer eigenen Biographie wenig Kontakt mit Homosexualität hatten, aber dennoch, einmal damit konfrontiert, schnell zu unterstützenden und interessierten Gegenübern werden. Auch können Eltern immer von sich behauptet haben, “tolerant” zu sein, und dennoch mit Ablehnung, Ängsten und Vorurteilen reagieren, wenn die eigenen Kinder sich outen.

Wieso ist mein Kind homosexuell? Liegst an unserer Erziehung?

Eltern sollten im Idealfall keine Zeit auf die Frage verschwenden, wie es dazu kommen konnte, das die eigenen Kinder nicht der heterosexuellen Norm entsprechen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Forschung nach den Ursachen von Homosexualität die Menschen oft vorrangig deshalb interessierte, weil man die Homosexualität bekämpfen wollte oder als Fehler begriff. Wer sich also fragt, wie Homosexualität entsteht, sollte sich immer auch fragen: Wieso will ich das eigentlich wissen? Homosexualität entsteht nicht anders als Heterosexualität, sie ist keine Abweichung, kein Fehler der Natur und keine Krankheit. Wer homo- oder bisexuell ist, ist so geboren und wird auch so bleiben. Wie streng, nachgiebig, “weiblich” oder “männlich” sich Eltern ihrem Kind gegenüber verhalten haben, hat keinen Einfluss auf die Entwicklung seiner sexuellen Ausrichtung.

Versuche, dem Kind die Homosexualität durch pseudo-wissenschaftliche Methoden auszutreiben oder es von Anfang an zur Heterosexualität zu erziehen, sind also nicht nur schmerzhaft für das Kind, sondern auch zum Scheitern verurteilt. Dem eigenen Kind seine Sexualität nicht zuzugestehen, sie zu schmähen oder zu verurteilen, kann sogar großen psychischen Schaden anrichten: Studien zeigen, dass Jugendliche ein vier- bis siebenfach erhöhtes Risiko haben, an Depressionen, selbstverletzendem Verhalten oder Essstörungen zu leiden, wenn sie einem Umfeld ausgesetzt sind, das ihre sexuelle Ausrichtung und Identität nicht akzeptiert. Für traditionell lebende Eltern mögen Lebensglück und Zufriedenheit untrennbar mit dem Aufbau einer klassischen, heterosexuellen Kleinfamilie verbunden sein. Doch der Versuch, diese Glücksvorstellung den eigenen Kindern aufzudrängen, wird es diesen nur erschweren, ihr eigenes Glück zu finden. Je akzeptierender Eltern sich verhalten, desto eher wird das Kind eines Tages glücklich werden und erfüllende Beziehungen und Partnerschaften aufbauen können.

Gibt es Anzeichen dafür, das mein Kind homosexuell ist oder wird?

Gelegentlich wird von homo-/bisexuell lebenden Menschen berichtet, das sie sich schon früh auf eine kindliche Art zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlten. Dies kann jedoch auch bei später heterosexuell lebenden Menschen der Fall sein, da kindliche Sexualität ganz anders funktioniert als die von Erwachsenen. Homo- und Heterosexualität entwickeln sich gemeinhin erst in der Pubertät. Es ist auch weder ein Anzeichen für eine spätere Homo-, Bi- oder Transsexualität, wenn Kinder Hobbies oder Interessen haben, die Eltern als nicht geschlechtsgerecht empfinden. Ohnehin ist es ein Klischee, dass Homosexuelle ihren jeweilig zugedachten Geschlechterrollen nicht entsprächen: Lesbische Frauen sind nicht automatisch “männlicher” und schwule Männer nicht “weiblicher” als heterosexuelle Frauen und Männer. Es gibt betont “maskulin” auftretende Schwule, auch wie sehr feminin gelesene lesbische Frauen. Und es gibt Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen oder sich einem Geschlecht entsprechend verhalten, und dennoch sexuell ein Geschlecht bevorzugen. Die spätere sexuelle Ausrichtung aus Interessen und Verhalten von Kindern oder Jugendlichen deuten zu wollen, scheitert ganz einfach daran, dass Homosexualität und Heterosexualität keine Charaktereigenschaften sind. Unsere sexuelle Ausrichtung bestimmt lediglich, wen wir sexuell eher anziehend finden und wen eher nicht.

“Kommt mal alle her, Sjenva und Shirin heiraten!”

Es ist nicht sonderlich ungewöhnlich, dass Mädchen im Kindergartenalter ihre beste Freundin oder Jungs den besten Freund heiraten wollen. Ob Jungs, die mit ihrem besten Freund gehen, oder Mädchen, die allen erzählen, sie hätten einen Penis, später einmal hetero-, homo-, bi- oder auch transsexuell leben, ist aber völlig offen. Kinder probieren sich aus und spielen auch mit Geschlechtern, um sie zu begreifen. Kinder haben noch keine Vorurteile gegenüber Homosexualität, begreifen sie aber bis zu einem gewissen Alter auch noch nicht. Selbst wenn sie Worte wie “schwul” oder “lesbisch” benutzen, wissen sie oft nicht, was sie eigentlich bedeuten, sondern haben sie nur irgendwo aufgeschnappt.

Viele Teenager haben gelegentlich homosexuelle Kontakte

Auch ist es gewöhnlich, dass Jugendliche in der Pubertät sexuelle Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichen Jugendlichen machen. Dies ist meistens noch kein Ausdruck erwachsener Sexualität, sondern häufig eher ein Experimentieren, das natürlich auch Lust verschaffen kann. Meist vollziehen sich diese Spiele hinter verschlossenen Türen, ohne dass die Eltern davon erfahren. Sollten sie doch einmal hereinplatzen, ist es wichtig, für sich selbst gelassen darauf zu reagieren, sich für die Störung zu entschuldigen und sich einfach wieder zurückzuziehen. Da Pubertierende in aller Regel unangenehm davon berührt sein werden, von den Eltern auf die eigene Sexualität angesprochen zu werden, können Eltern die Situation indirekt ansprechen, indem sie etwa lustige oder peinliche Geschichten aus der eigenen Pubertät erzählen. So kann Jugendlichen vermittelt werden, dass sie nicht verurteilt werden.

Jugendliche brauchen Zeit, um herauszufinden, welches Geschlecht sie anziehend finden.

Die eigene sexuelle Ausrichtung zu erforschen und zu finden, ist bei den meisten Jugendlichen ein langer Prozess, der auch mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden sein kann. Bevor sich Jugendliche vor Freunden, Vertrauten und Eltern outen, müssen sie häufig erst den Schritt machen, sich vor sich selbst zu outen. Je weniger das Wissen und offene Ausleben von Homo- und Bisexualität in das Umfeld und die Erziehung integriert sind, desto größeren Konflikten sind Jugendliche ausgesetzt, die eine Anziehung zum gleichen Geschlecht empfinden. Jugendliche haben es im Allgemeinen leichter, ihre Vorlieben zu erforschen und sich selbst zu erfahren, wenn sie in einem toleranten Umfeld erzogen wurden. In vielen Fällen suchen Jugendliche, die schwule oder lesbische Neigungen an sich wahrnehmen, ab einem gewissen Punkt Kontakt zu Jugendlichen, die ähnliches erleben. Je ländlicher sie jedoch aufwachsen, desto schwieriger kann es sein, Gleichaltrige zu finden, mit denen man sich austauschen kann.

Eltern sollten geduldige Ansprechpartner sein.

Wichtig ist für Eltern zu wissen, dass in der Regel Freundinnen und Freunde die ersten Ansprechpartner für Jugendliche sind, wenn sie sich mitteilen wollen. Sie sollten gelassen hinnehmen, nicht unbedingt als erstes von der sexuellen Orientierung ihres Kindes zu erfahren. Gleichzeitig sollten sie es immer ernst nehmen, wenn das Kind sich schließlich outet. Eltern können davon ausgehen, dass der innerliche Prozess, der schließlich zum Outing geführt hat, in den meisten Fällen nicht einfach verlaufen ist. Dem Kind dann zu sagen, es handle sich sicher “nur um eine Phase”, würde bedeuten, es nicht ernst zu nehmen.

Ich glaube, mein Kind ist homo- oder bisexuell. Soll ich es darauf ansprechen?

Experten raten Eltern, sich in Sachen Outing dem Tempo des Kindes anzupassen. Direkte Ansprachen können für Jugendliche unangenehm und peinlich sein, zumal viele Jugendliche selbst noch gar nicht wissen, wo sie stehen. Eltern können aber dafür sorgen, dass ihre Kinder sich unterstützt fühlen, indem sie deutlich zeigen, dass Homo- und Bisexualität für sie kein Tabu sind. Je mehr Eltern ihren Kindern den Weg ebnen, desto einfacher ist es eben für die Kinder, sich ihnen anzuvertrauen.

Wichtig ist dabei: Wenn ein Kind in der Pubertät ist, wird es ihm in aller Regel peinlich sein, über die eigene Sexualität zu sprechen. Wenn Sie das Thema Homo- oder Bisexualität ansprechen wollen, ist also Sensibilität angebracht. Bringen Sie das Thema beispielsweise über Umwege auf den Tisch. Sprechen Sie beiläufig über Prominente und deren Partner, oder homosexuelle Paare aus dem eigenen Umfeld. Sprechen Sie so beiläufig über homosexuelle Partner, wie sie auch über Heterosexuelle sprechen würden. So können Sie ihrem Kind die einfache Tatsache vermitteln, dass Homosexualität und Bisexualität nicht besonderer oder abnormaler sind als Heterosexualität. Und natürlich: Sprechen Sie dabei über “Homo/Bi”- und “Heterosexualität”. Das Gegenstück zu schwul, lesbisch und bi sollte niemals “normal” sein.

Homophobie entgegentreten: Diversität sollte immer Teil der Sexualaufklärung sein

Die beste Unterstützung ist immer eine gute Aufklärung, und Homosexualität geht nicht nur Homosexuelle etwas an. Unabhängig von der eigenen späteren sexuellen Orientierung sollten Kinder schon früh erfahren, dass es nicht nur heterosexuelle, sondern auch homosexuelle Paarbeziehungen gibt, und dass es auch Kinder gibt, die zwei Mütter oder zwei Väter haben. Im Idealfall sollten Kinder lernen, dass Homosexualität und Bisexualität keine Ausnahme und nichts besonderes, sondern der Heterosexualität gleichgeordnet sind. Jugendliche begegnen in der Schule oft Klischees, wie etwa von “Kampflesben”, “Tunten” und “Schwuchteln”. Da “schwul” ein leider immer noch beliebtes Schimpfwort ist, sollten Eltern mit ihren Kindern in jedem Fall dann darüber sprechen, wenn sie oder ihre Freunde das Wort abwertend benutzen.

Wie kann ich mein Kind nach dem Outing unterstützen?

1. Empowern

Eltern sollten ihren Kindern, wenn sie sich geoutet haben, in jedem Fall deutlich zeigen, dass sie es genau so lieben und unterstützen wie zuvor. Ein Weg, diese Unterstützung zu demonstrieren, kann das entschiedene Eintreten für die Rechte, Gefühle und Interessen des Kindes sein. Sollte etwa zu erwarten sein, dass die konservative Oma oder der sexistische Onkel mit verletzenden Kommentaren oder diskriminierendem Verhalten reagieren, sollten Eltern sich klar auf die Seite ihrer Kinder stellen. Sollte das Kind Angst haben, die sexuelle Orientierung den Verwandten oder dem Umfeld gegenüber zu offenbaren, können Eltern anbieten, sich gemeinsam mit dem Kind damit auseinanderzusetzen, wie man mit Vorurteilen umgehen kann. Bedenken Sie, dass Jugendliche in manchen Fällen noch zu schüchtern, unsicher oder argumentativ unerfahren sind, um sich alleine gegen Vorurteile und Angriffe zu wehren.

2. Helfen, Kontakte zu knüpfen

Wenn ein Kind Probleme hat, Kontakt zu anderen homosexuellen Jugendlichen zu finden, können die Eltern ebenfalls helfen, etwa indem sie eine lesbische oder schwule Jugendgruppe in ihrer Umgebung finden.

3. Sich selbst informieren

Heranwachsenden, die nicht in größeren Städten wohnen, bleibt häufig nur das Internet, das gerade bei noch unaufgeklärten Jugendlichen auch Gefahren bergen kann. Eltern sollten sich gegebenenfalls über Angebote wie Gayromeo oder Grindr informieren, um sich als Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen.

4. Unterstützung in der Schule

Nach dem Outing sollten Eltern aktiv Interesse dafür zeigen, wie das schulische Umfeld darauf reagiert. Sollte der*die Heranwachsende Probleme in der Schule haben, etwa durch Mitschüler oder sogar Lehrer, sollten Eltern ebenfalls auf seiner Seite stehen. Eltern können sich etwa an Lehrer wenden, denen ihr Kind vertraut.

5. Das Tempo des Kindes respektieren

Besonders wichtig: Respektieren Sie das Tempo, das ihr Kind vorgibt. Sprechen Sie gemeinsam darüber, wer im Umfeld von der Homosexualität des Kindes wissen soll und wer lieber noch nicht. Ein Outing, besonders in eher traditionellen und weniger aufgeklärten Umfeldern, verläuft oft in Kreisen: Etwa erst die beste Freundin, dann die Eltern, dann die Schule, dann die Verwandtschaft. Erzählen Sie niemandem davon, ohne ihr Kind vorher zu fragen! In Dörfern und Kleinstädten entstehen manchmal Gerüchte und Getratsche, die nicht immer wohlwollend sind. Sollten Sie davon Wind bekommen, halten Sie etwas entgegen und ergreifen Sie Partei! Es ist wichtig, dass Sie auch in der Öffentlichkeit zu ihrem Kind stehen. Das selbe gilt natürlich, wenn sie Gerüchte über die Kinder anderer Eltern hören. Vorurteilen entschieden entgegenzutreten ist eine wichtige Art der Unterstützung.

6. Interesse an seinen Angelegenheiten zeigen

Eine beiläufige und herzliche Art der Unterstützung kann im Übrigen auch sein, ihrem Kind Material zu LGBT*-Themen zu zeigen oder weiterzuleiten, das sie interessant finden. Das können Broschüren sein, Zeitungsartikel, Videos oder auch einfach nur lustige Memes.

Im Großen und Ganzen gilt aber immer auch: Wenn ihr Kind sich geoutet hat, gehen sie nicht plötzlich ganz anders mit ihm um. Ihr Kind ist immer noch der selbe Mensch wie zuvor, die Homo- oder Bisexualität ist keine neue Charaktereigenschaft und kein neues Familienmitglied.

Wie können Eltern mit ihren eigenen Ängsten und Bedenken umgehen?

Sicherlich haben viele Eltern eigene Ängste, mit denen sie auch umgehen müssen: Werden wir jemals Enkel bekommen? Ist mein Kind geschützt vor HIV? Wie kann ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch schützen, und welche Art der Aufklärung benötigt es nun? Auch haben viele Eltern Angst vor möglichen Reaktionen des familiären und sozialen Umfelds.

Es ist wichtig und okay, wenn Eltern ihre Ängste ihren Kindern anvertrauen. Sie sollten aber nicht so viel Raum einnehmen, dass sie den Unsicherheiten des Kindes ebenbürtig werden oder sie sogar überlagern. Auch sollten Sie zeigen, dass sie sich damit auseinandersetzen und das Kind nicht für die eigenen Probleme verantwortlich machen.

Auch Sorgen bezüglich des HI-Virus, der AIDS auslösen kann, beschäftigen einige Eltern. Homosexuelle Männer sind zwar eine besondere Risikogruppe für HIV, der Erreger kann jedoch auch bei heterosexuellen und lesbischen Kontakten übertragen werden. Statt deshalb in Alarmismus zu verfallen, sollten Eltern aber einfach darauf achten, dass sie ihre Kinder gut aufklären oder Aufklärungsmaterialien zur Verfügung stellen. Mehr Informationen: Beratungs- und Hilfsangebote.

In Deutschland können Eltern sich an das Bündnis der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen wenden (http://www.befah.de/index.php/infos), das Informationen, lokale Gruppen und Kontaktstellen bietet.

 

 

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