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Früchte, die aussehen wie Vulven

Sex Myths #5: If he goes down on me, I have to go down on him.

Blowjob gegen Cunnilingus, Handjob gegen Handjob, Anal gegen Hodenmassage? Stop it! Ja, es macht Sinn, dass Sex für alle gleichermaßen befriedigend sein soll. Wenn immer nur eine*r kommt und dann sofort einschläft, kann das ein Zeichen von nervtötender Ignoranz sein.

Das Ding ist aber: Wir alle haben unsere Grenzen, und Grenzen sind nicht verhandelbar. Wenn jemand also keine Lust hat einen Penis im Mund oder im Arsch zu haben – aus welchen Gründen auch immer –, dann hat die Person keine Lust darauf. Das kann auch nicht mit dem Hinweis darauf relativiert werden, dass man selbst doch schließlich Vergleichbares geleistet hätte.

Genauso wenig ist ein Blowjob, ein Handjob, Analsex oder Cunnilingus etwas, was man jemand Anderem gnädigerweise zur Verfügung stellt. Sämtliche Formen von Sex sollten beiden Beteiligten Freude bereiten. Ja, natürlich ist es schon körperlich für die meisten Menschen geiler, geleckt zu werden, als dasselbe oder vergleichbares bei jemand anderem zu tun. “Ich muss da jetzt durch, weil ich Bock auf eine Gegenleistung habe” ist aber nicht die gesündeste Motivation dafür, jemand Anderem eine Freude zu machen.

Sex ist (meistens) keine Dienstleistung

Um beim Beispiel “Blowjob” zu bleiben: Ein Blowjob ist viel Arbeit, na klar. Der Unterdruck, das mit den Zähnen, der Würgereflex, die Spucke – hinlegen und genießen macht sicherlich mehr Spaß. Die Freude daran Blowjobs zu geben, kann jedoch vielfältig sein. Manche genießen es, dass der Partner oder die Partnerin sich ihnen hingibt. Manche haben einfach gerne einen Penis im Mund. Manche genießen es, Kontrolle auszuüben. Manche mögen Geruch und Geschmack und wieder andere sind dabei gern devot. All das sind sehr gute Gründe für einen Blowjob. “Augen zu und durch” ist hingegen keiner davon.

Beim Sex müssen nicht immer alle Beteiligten in permanenter Extase sein. Es ist aber tabu, jemanden zu etwas zu überreden oder gar zu zwingen, wozu sie keine Lust haben. Es liegt auch nicht im Ermessen des Gegenübers, welche Praktik als angenehm oder unangenehm empfunden werden kann und sollte. “Wenn ich diese eine Sache tue, musst du diese eine Sache auch tun” verletzt diesen Grundsatz. Sex sollte für alle Beteiligten schön sein und niemand mag Egoisten. Manchmal ist es aber einfach ein bisschen komplexer, eine für alle befriedigende Sexualität zu entwickeln.

“Tausche Anal gegen Cunnilingus”? Wir sind hier nicht bei Ebay Kleinanzeigen!

Du willst also, dass dein Gegenüber dich leckt? Okay, dann versuche dein Anliegen im richtigen Moment und auf eine freundliche Weise zu formulieren. Entweder dein Gegenüber hat Lust darauf oder eben nicht. Wenn ja, hurra. Wenn nein, dann ist das eben so. Aber bitte fangt nicht an zu feilschen. Das hat beim Sex einfach nichts verloren.

 


Sex ohne Penetration gilt nicht, gegen alle Geschlechtskrankheiten helfen Kondome und wer masturbiert, ist einsam? Schluss mit den Mythen! In dieser Kolumne nimmt sich unsere Autorin Julia Lügen rund um die Themen Liebe, Sex und Romantik vor.

 

 

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