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Selbstbefriedigung für alle

Techniken, Fakten und Vorurteile

Selbstbefriedigung, also die Berührung und Stimulation des eigenen Körpers, bis zum Orgasmus, wird auch Masturbation, Onanie oder Solosex genannt. Im 18.Jahrhundert galt Onanie als unnormal, sogar als gesundheitsschädlich. Man hat versucht den Bürgern damals einzureden, Selbstbefriedigung zerre an den Körperkräften, sie verursache zudem Geschwüre, Schwindsucht, Unfruchtbarkeit, Hysterie bei Frauen und führe schließlich zum Tod. Das ist natürlich Unsinn. Im Gegenteil: Masturbation ist ein guter Weg, sich selbst besser kennen zu lernen und zu erforschen. So könnt ihr herausfinden, was euch Lust bereitet.

Love yourself: immer mehr Frauen masturbieren und das ist auch gut so

Laut einer Bonner Studie onanieren rund 90 Prozent aller Männer und 86 Prozent der Frauen regelmäßig. Dabei ist Entspannung die wichtigste Motivation. Selbstbefriedigung kann als eigenständige Form der Sexualität betrachtet werden. Sie kann aber auch beim Sex mit einem oder mehreren Partnern eingebunden werden, um den Akt zu bereichern oder den Höhepunkt zu verzögern. Nicht nur Singles legen Hand an sich, sondern auch Menschen, die in einer Partnerschaft leben. Eine Studie unter Studenten hat zusätzlich ergeben, dass immer mehr Frauen masturbieren. Die Zahl hat sich demnach in den letzten 30 Jahren um rund 20 Prozent erhöht. Es ist auch erwiesen, dass unter Frauen die Orgasmus-Quote viel höher ist, wenn sie sich selbst befriedigen.

Die Biologie der Onanie

Für Männer ist Selbstbefriedigung sogar aus biologischen Gründen wichtig: „Sperma wird normalerweise nach drei, vier Tagen schlecht“, sagt der britische Evolutionsbiologe Robin Baker. Durch Masturbation werde man altes Sperma los, neues, fruchtbares Material kann nachrücken. Und das am besten regelmäßig: Abgesterbende Rest-Spermien können frische Spermien schädigen. „Durch mehrfache Ejakulationen wird die Prostata besser durchblutet, das Sekret bleibt in Bewegung. Infekte können sich dann nicht so leicht festsetzen“.

Selbstbefriedigung kann weniger als eine Minute dauern oder sogar einige Stunden. Wenn du einfach Stress abbauen willst, ist es etwas anderes, als wenn du es dich einen Nachmittag lang verwöhnen willst. Beides ist möglich. Bei der männlichen Selbstbefriedigung geht es oft nur um schnellen Druckabbau. Das muss es jedoch nicht sein. Auch Jungs können lernen, durch Onanieren mehr Spaß am Sex zu haben. Schaue dir demnächst dazu unser Tutorial an.

Wie löse ich Erregung aus? Erregungs-Techniken

Je mehr du die Aufmerksamkeit darauf lenkst, desto besser spürst du, wie sexuelle Erregung sich im Körper anfühlt. Sexuelle Erregung ist etwas, was in deinem Körper abläuft. Sie beginnt mit einem körperlichen Reflex und kann bis zu einem Höhepunkt gesteigert werden. Jeder erlebt sexuelle Erregung anders. Du spürst dann vielleicht Wärme oder Kribbeln im Unterleib, oder ein Zusammenziehen der Muskeln im Bauch und Beckenboden. Zu den Erregungstechniken gehören alle Arten von Berührungen an allen möglichen Körperstellen. Auch Gedanken, Fantasien, Bilder, Geschichten, Pornos, Musik, Gerüche und Sexspielzeuge können erregen.

Erkunde deinen eigenen Körper und finde heraus, was dir Spaß macht! Such dir am besten einen ungestörten Ort, an dem du dich wohl fühlst – und nimm dir reichlich Zeit, dich zu erforschen. Das Ziel ist nicht zwangsweise, den Höhepunkt zu erreichen, sondern deine Lust herauszufordern und deine Vorlieben zu entdecken. Hilfreich ist auch, das eigene Geschlechtsorgan zu kennen. Mädchen und Frauen sollten zum Spiegel greifen, um sich zu sehen. Tastet euch langsam an euch selbst heran und geht auf die Reaktionen eures Körpers ein. Versucht unterschiedliche Berührungen, Techniken und Stellungen und wechsle auch mal die Umgebung (im Bett, unter der Dusche, beim Baden, etc.). Ihr könnt auch Sexspielzeug, Massageöl und Gleitgel als Accessoires beim Masturbieren dazu nehmen. Für alle Geschlechter kann es angenehm sein, mit warmen Händen und etwas Öl auf die Reise zu gehen.

Was ihr für eure eigene Befriedigung verwendet, ist reine Geschmackssache. Allerdings solltet ihr keine harten und zerbrechlichen Gegenstände verwenden, da weil diese sehr leicht zu Verletzungen führen können.

Sex spielt sich oft im Kopf ab

Eine große Rolle spielt eure Phantasie: Guter Sex passiert im Kopf und braucht Zeit. Geduld zahlt sich aus, denn so wird der Orgasmus auch intensiver und genussvoller. Vielleicht könnt ihr auch gute Pornos schauen und euch davon inspirieren lassen und Anregungen holen. Mehr zum Thema Pornos könnt ihr hier nachlesen. Bei Männern trainiert das Onanieren zudem eine gewisse Orgasmus-Kontrolle. Dabei ist es sehr gut, wenn nicht nur die Hand, sondern der gesamte Körper beteiligt ist.

Wenn du dich selbst gut kennst, wird auch dein Sexleben mit anderen besser

Nur wenn du dich selbst gut kennst, kannst du deinem Partner*in sagen, was du magst, und sie oder er kann darauf eingehen.

 

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