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Frau in Unterwäsche schaut verrucht hinterm Vorhand hervorDie 5 nervigsten Klischee-Rollenspiele in Pornos … und wie ihr sie im Real Life besser machen könnt.

„Entschuldigen Sie, junges Fräulein, kann ich hier ein Rohr verlegen? Jeder kennt sie, die Horror-Rollenspiel-Klischees in Pornos: Der plumpe Handwerker und die gelangweilte Hausfrau, das Schulmädchen mit weißen Overknee-Strümpfen und Zöpfen, die sexy Lehrerin oder der strenge Polizist. Wir haben die schlimmsten Rollenspiele für euch gesammelt:

Erstens: Das Schulmädchen

Szene: Unschuldiges Schulmädchen à la Britney Spears 1990 mit zwei süßen Zöpfen, Rüschen-Overknees und Schottenrock wird übers Knie gelegt, weil es unartig war.

Was daran nervt: Klar ist es ein Kostüm, aber wo sehen Schulmädchen denn so aus? Wir sind hier nicht in Hogwarts oder Nordkorea. Außerdem: Rüschen-Overknees rutschen meistens und das Bildungssystem sollte sowieso längst mal reformiert werden.

Wie man es in der Realität besser machen könnte: Hier ist eure Fantasie gefragt, erfindet eigene Szenarien, vom Austauschjahr in Südfrankreich bis hin zur lästigen Hausaufgabenbetreuung, aber nehmt das mit dem Rohrstock bitte nicht zu genau. Überlegt euch neue Kostüme, spielt mit dem, was euer Kleiderschrank hergibt und findet heraus, was euch individuell anmacht.

Vom Grundgedanken her ist die Idee der klischeehaften Kostüme nachvollziehbar: Macht-Dynamiken und Autorität, die durch wilde Leidenschaft aufgelöst wird, machen uns einfach “von Natur aus” an. Heinz-Jürge Voß, Sexualwissenschaftler und Forscher, fand heraus, dass in die psychosexuelle Entwicklung jedes Menschen neben Kindheitserfahrungen, auch gesellschaftliche Machtverhältnisse einfließen. Sexuelle Vorlieben, darunter natürlich auch BDSM, lassen sich nicht losgelöst von Macht denken. Teilnehmer eines Sex-Rollenspiels imitieren somit Herrschaftsverhältnisse und agieren innerhalb ihrer (Geschlechter-)Rollen.

Zweitens: Die Mutter des Freundes

Szene: Post-pubertierender junger Mann trifft in der Küche auf die Mutter eines Freundes und wird entweder von ihr verführt oder berührt sie unsittlich, was ihr jedoch zu gefallen scheint und los geht der “wilde Ritt” an die Spüle gelehnt.

Was daran nervt: Ganz ehrlich? Wie realistisch ist dieser Mrs. Robinson Moment wirklich? Und warum kommt nie einer ins Zimmer, während das passiert? Warum hat die Mutter immer High-Heels an? Und warum sind scheinbar alle mittelalten Hausfrauen sexuell frustriert und sehnen sich geradezu nach sexueller Belästigung?

Wie man es in der Realität besser machen könnte: Bitte nicht auf der nächsten Familienfeier eurer Freunde lüstern deren Eltern abchecken und auf eine sexy Begegnung beim Torte abräumen hoffen! Ihr tut euch damit keinen Gefallen.

Drittens: Die heiße vollbusige Lehrerin

Szene: Oh Nein, der Lehrerin platzt fast die Bluse, während sie über ihre fensterglasgefüllten Brillenränder “streng” den Schüler observiert. Der kann sich gar nicht mehr auf seine Mathehausaufgaben konzentrieren, sondern starrt ihr wie hypnotisiert in den Ausschnitt. Eins führt zum anderen und das Lehrerpult hat zufällig auch genau die richtige Höhe…

Was daran nervt: Naja, es ist schon ok, wir haben verstanden, dass Autoritäts- und Macht Dynamiken uns eben anmachen können. Aber muss es immer so simpel sein?

Wie man es in der Realität besser machen könnte: Es gibt auch sexy Lehrerinnen (und Lehrer), die nicht BH-Größe DD tragen.

Viertens: Das böse Hausmädchen

Szene: Das Hausmädchen in super kurzer Spitzen-Uniform bückt sich, um einen Staubflusen mit ihrem Feder-Staubwedel zu entfernen. Dabei blitzt neckisch ihre Reizwäsche auf. Das sieht ihr älterer Chef (Typ George Clooney, aber mit Riesen-Penis) und augenblicklich haben beide wilden Sex auf dem Futon.

Was daran nervt: Es ist sehr Klischee behaftet. Hausmädchen sind natürlich meistens Frauen, wie der Name schon sagt, die dann auf ihre vermeintlichen Talente reduziert werden (Objekt der Begierde sein und sauber machen).

Wie man es in der Realität besser machen könnte: Vielleicht einfach mal die Rollenverteilung neu denken? Putzsklave statt Hausmädchen? Welche Uniform hätte hier der Mann an? Oder macht ein selbstbewusstes Hausmädchen aus ihr, die sich die Wohnung zu eigen macht und eine kleine Party feiert, bei der sie dann vom Chef gestört wird.

Fünftens: Ladenbesitzer erwischt Mädchen beim Klauen

Szene: Ein strenger Ladenbesitzer will einen ungehorsamen Teenager dafür bestrafen, dass er gestohlen hat. Um einer Strafe zu entgehen, erklärt sich das Mädchen (widerwillig) zu sexuellen Handlungen bereit.

Was daran nervt: Alles. Wtf??

Wie man es in der Realität besser machen könnte: Nicht jedes Porno-Video wird leider vorher auf Konsens der Teilnehmenden gecheckt. Außerdem kann sich durch häufigen Konsum solcher Szenen der Bezug zur Realität verschieben. Die Botschaft, die hier vermittelt wird, ist auf vielen Ebenen gefährlich: Durch Sex einer Strafe entgehen? Sich widerwillig auf sexuelle Handlungen einlassen, um etwas zu bekommen?

Solltet ihr trotzdem zu Hause gerne eine Bestrafungs-Szene mit eurem Partner spielen wollen, könnt auch einfach in den BDSM-Koffer greifen und euch auf eine Strafe für den anderen einigen und geeignete Mittel “zusammenstellen”. 

Was noch wichtig ist: Rollenspiele, Realismus und Politik

Natürlich gibt es an Rollenspielen und Pornos, die solche zeigen, auch Kritik. Zunächst einmal sind sie einvernehmliche Inszenierungen von Macht bis hin zu sexualisierter Gewalt (Rape Play). Sie gehören im weitesten Sinne auch zum Fetisch- und BDSM-Bereich. Kritik kommt hier besonders von feministischer Seite. Diese bemängelt, dass Rollenspiele sich oft auf real existierende Unterdrückungsverhältnisse beziehen und deshalb als problematisch zu bewerten seien. Deshalb gilt natürlich auch hier wie bei allen Sexpraktiken Konsens.

Bei Pornos sollte euch außerdem klar sein, dass vieles im wahren Leben nicht genauso stattfinden kann. Habt ihr zum Beispiel mal an Verhütung gedacht? Oft werden in Pornos keine Kondome verwendet, weil die Darsteller alle paar Wochen einen Test auf Geschlechtskrankheiten machen und angeblich “barrierefreie” Pornos einfach lieber konsumiert werden. Doch auch da kam es in jüngster Vergangenheit zu Fällen von HIV- und Syphilis-Infektionen. Passt also auf und verwendet Kondome oder, wenn ihr in einer festen Beziehung seid, lasst euch testen. Die Art der inszenierten „spontanen Begegnungen“ in Pornos suggerieren, man könne einfach immer und überall jemanden penetrieren und verführen. Dem ist nicht so.

Zum Glück gibt es mittlerweile immer bessere und frauenfreundlichere Pornos auf dem Markt. Rollenspiele sind generell lustvoll, solange ihr miteinander redet, Spaß habt und eure Rollen nicht zu ernst nehmt. Findet heraus, was euch anmacht und ob es dem Partner auch gefällt. Mehr Ideen für Rollenspiele findet ihr hier.

Übrigens kann es auch ein emanzipatorischer Akt sein, ohne Scham favorisierte sexuelle Praktiken auszuüben, sogar wenn diese sich in bestimmte Grenzbereiche hineinbewegen. Seid euch einfach eurer Verantwortung gegenüber euch selbst und dem Spielpartner bewusst!

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichts desto weniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

 

 

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