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Homosexualität – Gegen homophobe Vorurteile

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Zum Glück anders

Recherchiert man zum Wort Homosexualität erscheinen unterschiedliche Ergebnisse. Homosexualität bezeichnet beispielsweise nicht nur erotisches und romantisches Begehren des eigenen Geschlechts und die daraus folgenden sexuellen Handlungen, sondern auch die darauf aufbauenden Identitäten. Etwa sich selbst als lesbisch oder schwul zu definieren. Ähnlich ist es bei Bisexualität. Außerdem ist es wichtig zu unterscheiden, dass ein Transmensch nicht unbedingt homosexuell ist. Und umgekehrt ist auch ein homosexueller Mensch nicht unbedingt trans. Trans ist die Antwort darauf, ob man sich selbst als Mann oder Frau fühlt, während Homo- und Heterosexualität sich darauf bezieht zu welchem Geschlecht man sich hingezogen fühlt.

Homosexualität früher und heute 

Geprägt wurde der Begriff Homosexualität erst 1868. Früher war das Geschlecht beim Sex und in einer Beziehung oft unwichtig. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Affären wurden nicht thematisiert. Danach war Homosexualität lange ein Tabu. In vielen Ländern wird Homosexualität sogar noch heute bestraft. Jemen, Iran, Irak, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan und die Vereinigte Arabische Emirate gehören z.B. zu den Ländern, in denen man für Homosexualität sogar hingerichtet wird. In Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern sind Abweichungen von „Hetero“ heute längst akzeptiert. Die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe steigt sogar. Aber auch bei uns gibt es noch viele, für die ein Leben der eigenen Identität und Liebe noch nicht normal ist, sodass Homosexuelle noch immer für ihre Akzeptanz kämpfen müssen.

Die Entwicklung der „Andersartigkeit“  

Aber welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen einem heterosexuellen und einem homosexuellen Mann, die dazu führen, dass Homosexuelle noch von vielen als so unterschiedlich betrachtet werden? Die Ursache liegt in der gesellschaftlich geformten „Norm“, die zwischen beiden Sexualitäten unterscheidet. Diese sind vor allem durch religiöse Ansichten geprägt. In Deutschland z.B. durch die christliche Vorstellung, dass Liebesbeziehungen ausschließlich der Fortpflanzung dienen und somit vor Gott auch nur zwischen Mann und Frau ihre Berechtigung hätten (man spricht hier auch von „Genderismus“). So setzt sich bei vielen die Auffassung durch, dass Homosexualität „falsch“ sei. Was die Gesellschaft und Menschen bis heute prägt ist, dass über Erziehung und Umgebung der Gedanke immer weitergegeben und verbreitet wird. Mit der Zeit ist ein gesellschaftliches „Gedankenmuster“ entstanden. Das heißt, dass die Verurteilung der Homosexualität sich öffentlich etabliert hat. Obwohl viele nicht mehr religiös sind und wissen warum. Nicht hinterfragt bildet diese Verurteilung die Grundlage für Diskriminierung und Stigmatisierung von Homosexualität.

Ein Beispiel dafür ist die gesetzliche Regelung von Ehen, in der gleichgeschlechtliche Paare noch immer nicht überall gleichgestellt sind. Zu der Ausgrenzung von homosexuellen Menschen drängt sich zudem ein weiterer Vergleich auf. Ebenso wurde v.a. früher und von der katholischen Kirche auch die Verhütung durch Pille, Kondom usw. verteufelt. Heute jedoch ist sie breit akzeptiert, sogar gewollt. Zu der Frage, warum die Verhütung es einfacher hatte, könnte man sich fragen, ob es ihr bei ihr mehr um den eigenen Nutzen ging als um die Akzeptanz der Identitäten von anderen.

Wann hast du entschieden hetero zu sein? 

Sehr gut greift die Kampagne „Wann hast du entschieden hetero zu sein?“ dieses gesellschaftliche Problem auf. Die sexuelle Orientierung wählen wir nicht selbst – es handelt sich um keine Krankheit oder eigenartige Symptome, sondern es sind gesunde Menschen mit einer gesunden Sexualität.

Tipps

Falls ihr selbst Zweifel an eurer eigenen Sexualität habt, solltet ihr diese Gefühle auf keinen Fall aus Scham oder Angst unterdrücken. Bei der sexuellen Orientierung geht es vor allem um die Selbsterkundung. Wichtig ist auch, zu wissen, dass ihr nicht alleine seid: Es gibt Vereine und Hilfsgruppen, die sich mit diesen Themen beschäftigen und euch Halt geben können. In der homosexuellen Welt gibt es das Coming-Out. „Coming-out ist die Zeit des Erwachens, der Prozess des Entdeckens und der Auseinandersetzung mit der eigenen Homosexualität. Meist erfolgt das Coming-out in der Jugend. Es gibt aber auch Menschen, die ihre Sexualität erst später erkennen und erst im gesetzten Alter die Erkenntnis für sich zulassen, homosexuell zu sein. Das Coming-out bedeutet einen biographischen Bruch und beschreibt häufig einen Konflikt mit den Erwartungen der Familie und Umwelt oder vor allem einen Widerstreit mit sich selbst. Auch heute ist es anfänglich meist ein großer Schreck, wenn man erkennt, “anders als die Anderen” zu sein.“ (Lesben und Schwulenverband)

Dieser Prozess ist bei jedem Mensch anders. Aber es hilft oft, jemanden zu haben, mit dem man die Entwicklung teilen kann: Freunde, die Familie oder der Partner. Fühlt euch nicht gezwungen, euch einen Stempel aufdrücken zu lassen. Jeder muss seine Sexualität selbst erforschen, zu einem selbst ausgewählten Zeitpunkt.

Man liebt, wen man liebt

Genauso wie es in der Biologie verschiedene Wesen in Formen und Größen gibt, haben Menschen auch unterschiedliche sexuelle Vorlieben: Man liebt, wen man liebt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch in der Partnerschaft oder beim Sex, solange niemandem Schaden zugefügt wird. Ihr entscheidet mit eurem Partner, was ihr mögt. Ihr allein bestimmt, wen ihr liebt.

 

 

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