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Einzelne Buchstaben des Wortes Porn

Acht Gründe, aus denen ihr für eure Pornos bezahlen solltet.

Wer Pornos guckt, tut das in der Regel spontan, allein und hinter verschlossenen Türen. Kaum jemand hat nach der Entscheidung, einen Sexfilm zu gucken, noch Zeit und Muße, um gründlich zu recherchieren und mit Paypal und Kreditkarten zu hantieren. Ist die Hose dann wieder zu, ist das Intermezzo schon wieder halb verdrängt. Dies zeugt nicht nur von einem verklemmten Umgang mit Sexualität, sondern hat auch reale Auswirkungen auf die, die das begehrte Material produzieren. Durch die Tabuisierung sowie ihr Dasein abseits der Öffentlichkeit bietet Pornographie schließlich nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für informierte Kauf- Entscheidungen. Tabuisierung und Umsonst- Mentalität haben jedoch enorme Auswirkungen auf Produktionsbudgets, Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt die Vielfalt des erotischen Films. Die Kampagne “pay for porn” etwa kämpft deshalb seit Jahren um ein Bewusstsein dafür, dass auch diese Art der Sexarbeit bezahlt gehört. Dafür braucht das Thema Porno vor allem erstmal eins: Öffentlichkeit.

Wir wissen natürlich auch, dass die wenigsten gerne für Dinge bezahlen, die es auch umsonst gibt. Um euch trotzdem davon zu überzeugen für eure Pornos zu bezahlen, haben wir euch die acht wichtigsten Gründe zusammengetragen.

1. Der Großteil der Pornos auf Umsonst- Seiten stammt aus Piraterie

Shira Tarrant, Autorin des Buchs “The Pornography Industry”, schätzt, dass der überwiegende Teil der frei verfügbaren Pornos aus Piraterie stammt. Geschätzte 2 Milliarden Euro entgehen der Branche dadurch jährlich, man geht auch von bis zu 90% des Umsatzes aus. Die betroffenen Firmen können gegen Urheberrechtsverletzungen klagen, sie können auch von den Tube- Seiten verlangen, dass die Clips wieder offline genommen werden – allerdings mit mäßigem Erfolg. Einmal geklaut, tauchen die gerippten Filme immer wieder irgendwo anders auf, und keine kleine Firma hat die Zeit, den Diebstahl der eigenen Filme einzudämmen. Die Pornodarstellerin Siri kennt die unmittelbaren Folgen von Piraterie: Sie selbst stelle keinen ihrer Filme irgendwo kostenlos zur Verfügung. Jedes Mal aber, wenn einer ihrer Filme illegal irgendwo hochgeladen wurde, würde sie Umsatzrückgänge verzeichnen. Und nur ein Bruchteil ihrer aktiven Follower auf Twitter würde eigenen Rechnungen zufolge wirklich für ihre Filme bezahlen. Ihre Schlussfolgerung: “Meine Fans lieben mich. Aber sie respektieren mich nicht.”

2. Ihr bekommt bessere Pornos und erweitert euren sexuellen Horizont.


Teen, Milf, Lesbian, BBW, interracial: Die großen Umsonst- Seiten benutzen extrem einfache Keywords, mit denen die Clips kategorisiert sind. Die Zuschauer nutzen diese Begriffe wiederum, um damit ihre Lieblingsclips zu finden. Was wir genau unter diesen Suchbegriffen finden, ist ziemlich klar festgelegt. Gibt man etwa “lesbian threesome” ins Suchfenster einer großen Seite ein, wird man vorrangig Filme finden, in denen sich zwei Frauen um einen Typen kümmern. Gibt man “double oral” ein, wird in aller Regel ein Mann der glückliche Empfänger sein, selten auch mal eine Frau. Die immer gleichen Muster, nach denen Sex im Porno getaggt ist und letztlich abläuft, verengen die Fantasien und Bedürfnisse der Zuschauer. Nicht zuletzt bedienen die Titel und Keywords häufig rassistische und sexistische Klischees. Unabhängige Porno-Studios bewegen sich häufig außerhalb der engstirnigen Grenzen, die durch die Kategorien der großen Seiten gesteckt werden. Wer seine Lust jenseits der immer gleichen Stereotypen entdecken will, tut also gut daran, sich nach unabhängigen Pornoseiten umzusehen. Und wer möchte, dass es deren Arbeit auch in ein paar Jahren noch gibt, bezahlt am besten dafür.

3. Für Porno bezahlen bedeutet Konsens.


Normalerweise kann man Filme mit Pornodarsteller* Jiz Lee auf seiner* Seite kaufen, sowie auf den Seiten verschiedener Produktionsfirmen. Manchmal landen sie aber auch illegal irgendwo im Internet. Jiz erklärt im Band “Ask. Building consent culture”, er*sie habe sich in seiner*ihrer Karriere als Pornostar nur einmal übergriffig behandelt gefühlt: Als einer der eigenen Filme auf einer großen Tube-Seite hochgeladen wurde. Versehen mit einem neuen Titel, entkontextualisiert, über 200.000 Mal angeklickt. Nach Jiz’s Aussage hätten sämtliche am Film Beteiligten gut bezahlt werden können und hätten überdies die finanzielle Freiheit für tolle Folgeprojekte gehabt, wenn jeder der Zuschauer nur ein paar Cent bezahlt hätte. Das Problem bei der Piraterie läge auch darin, dass die DarstellerInnen häufig mit dem falschen Geschlecht oder dem falschen ethnischen Hintergrund gelabelt würden. Für Porno zu bezahlen bedeutet letztlich auch, ihn in dem Kontext zu belassen für den er produziert wurde. Und das ist eine Frage des Konsens.

4. Ihr habt die Kontrolle
 darüber, was ihr seht.

Natürlich findet sich auf den großen Seiten alles: Verschiedene Körpertypen, bizarre Fetische, ungeahnte Sphären des Kinks und vor allem Massen an glattem, stereotypen Mainstreamporno. Wirklich Kontrolle darüber, was man sonst noch so alles sieht, hat man als Zuschauer aber nicht. Auf großen Seiten wird man zwangsläufig mit Werbung und jeder Menge ungefragter Bilder und Clips konfrontiert, die zum großen Teil auch noch sexistische und rassistische Klischees bedienen.

Für Porno zu bezahlen gibt euch die Möglichkeit, euch bewusst für eine Seite, einen Stil, eineN DarstellerIn zu entscheiden. Außerdem habt ihr eine viel höhere Sicherheit, dass das, was ihr da seht, ethisch produziert wurde – einfach, weil ihr euch die Seiten genauer ansehen könnt. Davon profitieren nicht nur die, die eure Lieblingsfilmchen produzieren, sondern auch ihr selbst. Ihr könnt genauer auf eure eigenen Bedürfnisse eingehen und habt eher die Möglichkeit, eure eigenen Fantasien zu erweitern. Und das alles, ohne auf dem Weg dahin traumatisiert zu werden.

5. Es ist gar nicht so teuer.

Pay-per-view-Porno gibt es heute schon ab ca. 3 Dollar pro Video, Premium-Mitgliedschaften auf Pornoseiten für um die 20 Dollar, zum Teil auch günstiger. Ihr könnt einfach und diskret per Paypal oder Kreditkarte bezahlen, außerdem meistens geht aus den AGBs deutlich hervor, ob ihr euch damit für ein Abo anmeldet oder nicht. Ihr wisst gar nicht, wo ihr anfangen sollt? Hier haben wir für euch eine Liste unserer Lieblings-Pornoseiten erstellt, inklusive Bezahlmodellen und Preisen. 20 Dollar kommen euch super viel vor für etwas, was es auch umsonst gibt? Verständlich. Ging uns auch erstmal so. Aber wenn man erstmal begriffen hat, wie viel Liebe und Arbeit in einem guten Porno steckt, weiß man auch, wieso man dafür auch bezahlen kann und sollte.

6. Es sorgt für einen offeneren Umgang mit Pornos.

Porno ist nichts, worüber man gern offen spricht oder womit man sich außerhalb seiner heimlichen zehn Minuten Freude gerne auseinandersetzt. Porno ist den meisten Menschen viel zu peinlich. Privatsphäre ist natürlich auch total okay und wichtig. Aber die weit verbreitete Unfähigkeit, sich sogar mit seinen engsten Vertrauten über Pornographie auszutauschen, geht zu Lasten derer, die das Ganze herstellen. Sich aktiv für eine Pornoseite zu entscheiden, die man auch bezahlt, bedeutet einen offeneren und ehrlicheren Umgang mit dem Thema Porno. Nicht zuletzt euch selbst gegenüber. Und das ist ja schonmal was.

7. Es ist einfach fair, für alle Arten der Sexarbeit zu bezahlen.

Eure Bananen und euer Kaffee sollen fairtrade sein, aber ob euer Lieblings-Pornostar vergütet wird, ist euch latte? Es ist eigentlich ziemlich absurd, mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, dass SexarbeiterInnen es nicht würdig sind, ganz normal für ihre Arbeit bezahlt zu werden. Und zwar durch die Fans, die von dieser Arbeit profitieren. Wer sich ein bisschen mit der Pornobranche auseinandergesetzt hat, weiß: Hier wird enorm viel Kohle gemacht. Aber wer nicht irgendwie zum Firmennetzwerk um MindGeek (dazu gehören z.B. YouPorn, PornHub, Brazzers, mydirtyhobby etc.) gehört, muss oft hart ums Überleben kämpfen – Und das, obwohl mit den geklauten Clips noch indirekt Geld in die Kassen der großen Plattformen gespült wird. Das ist unfair. Für eure Lieblingspornos zu bezahlen, macht die Welt nicht unbedingt viel besser. Aber wer Sexarbeit nicht nur in Anspruch nimmt, sondern auch respektiert, sollte es einfach tun.
 Denn SexarbeiterInnen verdienen einfach Anerkennung für ihre Arbeit, so wie alle anderen Menschen auch.

8. Wenn ihr Geld sparen wollt, klaut lieber im Supermarkt.

Im Supermarkt zu klauen findet ihr daneben, aber eure Pornos ladet ihr illegal runter? Eigentlich merkwürdig. Wer ab und an das teure Olivenöl oder ein Glas Orangen-Senf mitgehen lässt (natürlich rein hypothetisch), spart auch viel Geld. Ja, okay. Wir rufen natürlich nicht dazu auf, dass ihr im Supermarkt klaut. Das ist schließlich illegal. Wir weisen nur darauf hin, dass der größte Unterschied zwischen Ladendiebstahl und Porno-Piraterie der ist, dass das Klauen im Supermarkt halt riskanter ist. Der zweitgrößte Unterschied ist, dass das Geld beim Ladendiebstahl einem riesigen Unternehmen fehlt, statt einer kleinen Produktionsfirma, die möglicherweise ums Überleben kämpft. Think about it.

 

 

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