DIY Stoßtechniken

Während viele denken, dass guter Sex bedeutet, möglichst viele Sexstellungen drauf zu haben, machen sich die wenigsten Gedanken über die richtige Stoßtechnik. Die kann für den Genuss der Frau jedoch viel entscheidender sein, weil es nämlich wichtig ist wie und an welchen Stellen der Penis die Scheidenwände berührt. Klar, können auch einige Stellungen den „Einfallswinkel“ des Penis verändern, aber habt ihr zusätzlich noch einige Stoßtechniken drauf, werdet ihr nicht genug voneinander bekommen können. Wir stellen euch einige der Effektivsten vor.

Im Kamasutra wird zwischen neun Stoßtechniken unterschieden. Die erste heißt Vorwärts Stoßen und ist nichts Anderes als das bekannte „rein-raus“ Spielchen, was wohl die meisten Paare anwenden. Spannend wird das Ganze, wenn ihr Geschwindigkeit und Rhythmus variiert. Wenn er einen großen Penis hat oder sie eine kurze Vagina, kann es passieren, dass er an ihren Muttermund stößt. Viele Frauen empfinden diesen Moment als schmerzhaft, Einige stehen jedoch darauf und können dabei sogenannte zervikale Orgasmen erleben. Besonders wenn sie erregt ist, können schnelle Stöße super lustvoll sein. Ansonsten ist „rein-raus“ nicht so effektiv, wie meist angenommen. Die Scheide reagiert nämlich, anders als Schamlippen und Kitzler, eher auf Druck als Reibung. Darum ist das schnelle Stoßen des Penis nicht unbedingt zielführend, auch wenn Pornos das häufig suggerieren. Kleiner Tipp bevor ihr in sie eindringt: Reibt mit der Penisspitze zwischen ihren Schamlippen. Das wird sie richtig heiß machen. Fast 90% der Nervenenden der Vagina liegen direkt hinter ihrem Eingang. Es ist also völlig ausreichend flach in sie einzudringen. Super für Männer die schnell kommen, da der Penis nur teilweise stimuliert wird und er so länger durchhält. Reibt und drückt ihr den Penis auf eine Seite der Vagina, wird das Eberstoß genannt. Wechselt er beim Reiben zwischen beiden Scheidenwänden hin und her, ist das der Stierstoß. Wenn ihr dabei tiefer in sie eindringt, ändert das wenig an ihrem Gefühl. Visuell kann es jedoch erregend sein, tief in ihr zu stecken. Beim Buttern reibt der Mann seinen Penis in ihr von einer Seite zur anderen. Beim Rühren ist der Name Programm. Der Mann rührt buchstäblich seinen Penis in ihrer Scheide. Das Kamasutra empfiehlt dabei seine Hand zur Hilfe zu nehmen. Falls kein Platz für eine Hand ist, lässt sich das Ganze auch gut aus der Hüfte machen. Hebt die Frau ihre Hüfte und dabei ihren Po in die Luft, dringt der Mann im steileren Winkel von unten in sie ein. Das Kamasutra spricht hier vom Reiben. Dabei drückt der Penis in Richtung ihrer Bauchdecke und stimuliert den berühmten G-Punkt. Dieser liegt ein paar Zentimeter hinter ihrem Scheideneingang. Auch wenn er kein magischer Orgasmusknopf ist, lieben viele Frauen hier stimuliert zu werden. Das Gegenstück zum Reiben ist der Dolchstoß. Hierbei senkt die Frau ihr Becken soweit wie möglich ab. Der Mann kann sie unterstützen, indem er ihr Becken sanft nach unten drückt. Der Penis dringt in steilem Winkel von oben in sie ein. Dabei presst es gegen die Unterseite der Vagina und reibt an ihrer Klitoris. Perfekt für Frauen, die nur durch klitorale Stimulation kommen können. Diese Stoßtechniken lassen sich bei nahezu jeder Sexstellung anwenden. Welche Stoßtechnik optimal zu eurer Lieblingsstellung passt, findet ihr am Besten selbst heraus. Beim Doggystyle ist der visuelle Reiz für den Mann besonders hoch. Er hat dabei nicht nur beste Aussicht auf ihren Hintern, sondern beobachtet dabei auch noch wie er in sie gleitet. Kein Wunder, dass Männer darauf stehen. Für diese Stellung eignen sich schnelle, flache Stöße, welche im Kamasutra Spatzenjagd genannt werden. Die geringe Tiefe reicht völlig aus, um der Frau große Lust zu verschaffen. Je schärfer ihr sie dabei macht, desto mehr wird sie sich wünschen, dass ihr komplett eindringt. Viele Frauen sagen, dass der allererste, tiefe Stoß der Beste ist. Baut die Spannung davor so hoch auf wie möglich. Sobald ihr tief eingedrungen seid, lasst eurer Partnerin kurz Zeit, das Gefühl zu genießen und stoßt nicht direkt wild drauf los. Wenn der Penis die Vagina komplett verlässt und dann wieder tief penetriert, wird das Windstoß genannt. Beim Pressen dringt der Mann komplett in die Frau ein und drückt dann sein Becken gegen sie. Ist sein Penis besonders lang oder ihre Vagina sehr kurz, kann es sein, dass er ihren Muttermund berührt. Durchschnittlich bestückte Männer sollten jedoch keine Probleme haben. In der Missionarsstellung stimuliert sein Schambereich zusätzlich ihre Klitoris.

Tipps für Stoßtechniken

Einige Stoßtechniken lassen sich auch wunderbar verbinden. Gut kombinieren lassen sich zum Beispiel das Pressen und das Rühren. Wenn ihr tief in sie eindringt, drückt ihr eure Penisspitze gegen ihre Scheidenwand. Das ist für beide super stimulierend. Das Tao, das Chinesische Pendant zum Kamasutra, beschreibt die 9er Technik. Im Internet kursieren viele Namen für diese Stoßreihenfolge, im Prinzip meinen sie aber alle dasselbe: Die Verbindung der Spatzenjagd mit dem Vorwärts Stoßen. Er dringt dabei acht Mal flach in sie ein, um dann einmal kraftvoll und tief zuzustoßen. Beim nächsten Durchgang sieben flache Stöße mit zwei Tiefen und immer so weiter. Am Ende fangt ihr wieder von Vorne an oder wechselt die Stoßtechnik. Dieser Rhythmus ist nicht nur für Frauen super erregend. Die Abwechslung vom konstanten „rein-raus“ hilft auch seinen Orgasmus hinauszuzögern. Zwischendurch kann es schön sein, einfach mal Inne zu halten und das Gefühl der Verbundenheit zu genießen. Stoßtechniken sind jedoch nicht nur was für den Mann. Die Reiterstellung bietet zum Beispiel die perfekte Gelegenheit, der Frau die Zügel in die Hand zu geben. Sie kann dabei Stoßtechniken wie das Rühren anwenden. Setzt sie sich komplett auf ihn und nimmt ihn tief in sich auf, entspricht das dem Pressen.

Fazit

Mit diesen Stoßtechniken könnt ihr eure Lieblingspositionen ganz neu beleben und mit ein bisschen Übung, noch intensivere Orgasmen erleben.