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10 Typen, die du garantiert kennst, wenn du in einem gemischtgeschlechtlichen Fitnessstudio trainierst.

Es ist relativ egal, ob du täglich zwei Stunden auf der Kraftfläche verbringst oder alle zwei Jahre ein Probetraining in einer kommerziellen Fitnesskette absolvierst: Diese Typen müssen dir einfach aufgefallen sein.

Typ Nr. 1: Der Coach

Der Coach ist 20 Jahre alt, hat aber schon 25 Jahre Kraftsporterfahrung (von YouTube). Sein bevorzugtes Gebiet ist der Freihantelbereich, wo er mit seinem Schüler die Grundlagen des wichtigsten Lifts (Bizepscurl) durchgeht. Seine Technik ist zu 50% Prozent erfunden und zu mindestens 10% tödlich, aber Schmerz ist nur Schwäche, die den Körper verlässt.

Typ Nr. 2: Der heimliche Kampfsportler

Der heimliche Kampfsportler ist innerlicher UFC-Veteran seit er das erste Mal “Ist im MMA wirklich alles erlaubt” gegooglet hat. Vor seinen 35 Instagram-Followern nennt er sich “a fucking savage”. Sein Anliegen ist es, allen zu zeigen, dass er nicht einfach nur trainiert, um badass auszusehen. Er pusht sich so hart, um die an jeder Stuttgarter Straßenecke lauernden Angreifer zu zerflexen. Deshalb macht er zwischen zwei Bizeps-Sets immer eine kurze Runde Schattenboxen und einen Burpee. Er ist halt einfach ein fucking savage.

Typ Nr. 3: Der Boyfriend-Coach

Der Boyfriend-Coach ist eigentlich fast genau das gleiche wie der Coach. Häufig vertretener Untertypus: Der Typ, der seiner Freundin Bewegungen erklärt, die sie auch davor schon sauberer ausgeführt hat als er.

Typ Nr. 4: Der Viertel-Squatter

Der Viertelsquatter ist eine Plage. Wirklich, er ist ein totaler Pain in the Ass und alle hassen ihn zutiefst. Er stellt quasi wöchentlich einen Alltime-Squat-Rekord auf, indem er einfach ein paar Scheiben mehr drauf packt, sein Handy zum Filmen daneben stellt und dann Woche für Woche ein bisschen weniger tief runtergeht. Sein unerklärtes Ziel ist es mit 200 kg auf der Stange einfach nur ganz ruhig dazustehen, die Stange wieder abzulegen und zu brüllen “I AM A FUCKING SAVAGE BITCH”

Typ Nr. 5: Die Fast-schon-Influencerin (m/w)

Nine to five ins Büro? No way! Nicht mit uns! Wir haben im Wirtschaft-und-Recht-Leistungskurs einen Businessplan erstellt wie wir ausschließlich Kraft unserer Booties zu Ruhm und Reichtum kommen. Machen alle anderen auch schon? Ja hallo, ist uns auch klar. Aber wir sind anders. Denn wir erfinden jeden Tag völlig neue und garantiert schwachsinnige Ganzkörperübungen mit 1kg-Hanteln und Gummibändern, die sicherlich noch keiner kennt oder kennen sollte. Es sieht zugegeben etwas komisch aus, wenn der Foto-Martin mit dem Handy in der Hand auf dem Rücken liegt, um unseren Po möglichst bildschirmfüllend vor die Linse zu kriegen, aber wir leben halt den dream. Gerade ist es allerdings schon auch mit vielen Kosten verbunden, weil seit der BCAA-Hersteller rausgefunden hat, dass wir ungefragt Werbung für sein Aminosäurenwasser machen. Aber hey, da draußen nimmt dich einfach keiner mehr ernst, wenn du nicht wichtig genug bist, um mit deinem persönlichen Promocode irgendein Nischenprodukt zu verkaufen. Unsere Lieblingsübung? 2-Stündige Po-Zirkel. Burn Popo Burn!

Typ Nr. 6: Mr. Bizeps

Mr. Bizeps kommt jeden Tag mit dem Motorrad in die Fitte. Er trifft sich da mit seinem Freund, der auch mit dem Motorrad gekommen ist, um sich mit ihm sehr laut über Motorräder und Penisthemen zu unterhalten. Seine Hauptübung ist an jedem Trainingstag die gleiche: Er packt unaufgewärmt 30-40 kg auf die Langhantel, stellt sich dann in den Squat Cage (auf dass niemand je wieder squatten könne) und bringt sie dann irgendwie auf Brusthöhe. Sein Spiel kennt keine Regeln, oben ist oben. Irgendwann hat er gelernt, dass er das Gewicht am zuverlässigsten bewegt, wenn er mit viel Schwung die Hüfte nach vorne knallt und dann sehr stark ins Hohlkreuz geht. Ob er vor Schmerz oder aus reiner Männlichkeit brüllt, wissen wir nicht. Ist das nicht dasselbe? Entschuldigung. Ich meine natürlich “das gleiche”. Vorsicht übrigens beim Glotzen: Ja, du willst natürlich den Moment nicht verpassen, in dem seine Bandscheiben gegen die Studiowand schießen. Aber: Wenn du zu ihn lang anstarrst, lädt er dich auf eine Fahrt auf seinem Motorrad ein. Und das willst du nicht.

Typ Nr. 7: Der Fuckboy-Coach

Funktioniert so ähnlich wie der Boyfriend-Coach. Er geht unaufgewärmt an die Klimmzugstange, schnallt sich 20kg extra um die Hüfte, macht einen schmerz verzerrten halben Klimmzug und sagt seiner Begleitung, einer Bekannten/Kollegin/Mitschülerin, die noch nie Kraftsport gemacht hat: “Mach ruhig erstmal ohne Gewicht ein paar Klimmzüge zum Aufwärmen”. Natürlich weiß er, dass sie es nicht schaffen wird. Aber bis sie herausfindet, dass Klimmzüge für Frauen schwerer sind, hält sie ihn mindestens für Batman. Häufig vertretener Untertypus: Der, der fremden Frauen ungefragt Tipps gibt (von YouTube). Klassiker: Er: “Hey, beim Kreuzheben würde ich auf jeden Fall darauf achten, dass du ein bisschen ins Hohlkreuz gehst.” Sie: “Das sind Kniebeuge.” Pause. Er: “Mach lieber Kreuzheben. Viel effektiver.”

Typ Nr. 8: Die Artisten

Warum die in der Fitte angemeldet sind, weißt eigentlich keiner. Eigentlich hängen die Artisten die ganze Zeit mit den Beinen hinter den Ohren auf der Fläche herum, die normale Menschen für normale Dehnungen in einem normalen Bewegungsradius nutzen. Während wir versuchen, mit den Händen unsere Füße zu erreichen, machen sie Handstände und Menschenpyramiden und stürzen uns in tiefe Krisen.

Typ Nr. 9: Ms. Gym Shark

Ja, du hast darüber nachgedacht. Einfach diese Hosen zu bestellen. Die magischen Hosen, die deinen Po mit 20kg Schubkraft nach oben und alles Taillenfett so nach innen quetschen, dass du eine Fettleber entwickelts, während du dich nur noch von grünen Smoothies und Nichtrauchen ernährst. Dazu das farblich abgestimmte, winzig kleine Top mit Einlagen aus Stahlbeton, das darauf programmiert ist, alles zu verspotten, was aus menschlichem Fleisch besteht. Die personalisierte Werbung auf Facebook erzählt dir seit Wochen: Wenn du dieses Outfit kaufst, siehst du aus die Betthany, das Glute-Wunder. Ja! Du willst aussehen wie Betthany, das Glute-Wunder! Zumindest ganz tief in dir drin. Aber besseres Wissen hält dich davon ab: In diesem Outfit würdest du zum Gym-Shark-Girl mutieren. Gym-Shark-Girls gehen ohne das I-Phone X mit Stativ gar nicht erst aus dem Haus, geschweige denn in die Fitte. Wo sie sind, herrscht eine eiserne Geh-mir-aus-dem-Licht-Politik. Wenn du es wagst, ihr in deinem Rettet-die-Wale-Shirt vor die Linse zu laufen, während sie auf Insta abliefert, gefriert dir das Blut in den Adern. Denn sie ist nichts anderes als ein Dementor in Funktionskleidung.

Typ Nr. 10: Der Chor der alten Herren

Sie sind viele, und sie sind blau. Nein, nicht besoffen. (Wobei, vielleicht ein bisschen. Hihi.) Sie sind in blaue Trainingsanzüge gekleidet. Königsblau. Das war die Sportfarbe der 70er. Da waren sie noch ambitionierte Sportlehrer und formten arme, unschuldige Kinder zu autoritären Charakteren mit verkorkster Körperwahrnehmung. Heute versammeln sie sich unheilvoll auf den Flächen der Fitnessstudios, beobachten argwöhnisch die Jungen in ihren bunten Funktionsfummeln, unterhalten sich über Rindsrouladen und beurteilen alle Anderen. Wenn du in die Sauna willst, sind ihre Handtücher schon da. Manchmal rastet auch einer auf der Fläche aus, und schreit “JUNGE FRAU HIER WIRD NICHT GEHOPST”. Dann und wann verschwindet einer.

 

Julia

 

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