Zu schmale Vagina – Was tun?

Gelegentlich hört man von dem Problem, dass jemand eine zu schmale Vagina hat oder der Penis zu groß ist. Allerdings gibt es keine zu schmale Vagina bzw.  kann sie eigentlich nie zu eng für den Penis gebaut sein, weil grundsätzlich jede Scheide so dehnbar ist, dass ein Babykopf hindurch passt. Es gibt aber auch das Symptom „Vaginismus“. Beim Vaginismus spannt sich die Beckenbodenmuskulatur stark an, so dass das Eindringen des Penis (oder anderer Dinge) beim Geschlechtsverkehr sehr schmerzhaft für die Frau sein kann oder gar nicht möglich ist. Diese Verkrampfung hat verschiedene mögliche Ursachen:

Angst vor Schwangerschaft: Eine Ursache kann die Angst vor Schwangerschaft sein. Entsprechend können andere Dinge in die Scheide eingeführt werden, beim Penis selbst hingegen streikt die Vagina. Hier hilft eine ausreichende Aufklärung über Verhütungsmittel, um diese Angst zu überwinden.
Schmerz: Vaginismus kann auch durch Schmerzen entstehen: Das heißt, dass du möglicherweise schon mal Schmerzen beim Geschlechtsverkehr empfunden hast und dadurch deine Muskeln sehr verspannen – und es schmerzhafter wird. Der Schmerzgedanke kann auch schon so früh die Muskeln verspannen, dass es erst gar nicht zum Sex kommen kann.
Unvertrautheit: Auch die Unvertrautheit mit der eigenen Scheide ist eine Ursache: Die ersten erregten Zustände können die Frau unsicher werden lassen und eine Schutzreaktion der Bodenmuskulatur auslösen, ohne dass diese bewusst provoziert wurde.

Tipps für eine zu schmale Vagina

Oft betrifft die Bodenmuskulatorverspannung junge, sexuell noch unerfahrene Frauen. Der Schmerz bedeutet häufig jetzt die Kontrolle über die eigene Sexualität zu gewinnen. Um deiner Freundin Geschlechtsverkehr etwas näher zu bringen, ist es hilfreich mit Petting zu beginnen. So baut ihr eine vertraute sexuelle Basis auf, sowohl miteinander als auch mit eurem eigenen Geschlechtsorgan. Geduld zahlt sich aus! Stellungen wie die Reiterstellung oder die Löffelchenstellung sind für die ersten Erfahrungen besonders zu empfehlen. Wenn die Frau sich auf dem Mann befindet, kann sie sowohl die Bewegungen ihres Beckens selber bestimmen, als auch die Tiefe des Eindringens. Zudem ist ein tiefes Eindringen des Penis in diesen Stellungen gar nicht erst möglich – im Gegensatz z.B. beim Doggystyle.

Fazit

Bei Vaginismus ist es wichtig, dass sie ihre Beckenbodenmuskulatur alleine in den Griff bekommt. Sie muss lernen, Berührungen in der Scheide gedanklich nicht mehr mit Schmerzen zu verbinden, sondern tatsächlich als angenehm und erregend wahrzunehmen. Selbstbefriedigung ist für sie hilfreich, um Ängste abzubauen. Das Lernen über den eigenen Körper unterstützt das Vertrauen für das gemeinsame sexuelle Miteinander.