Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung wird auch Masturbation, Onanieren und Solosex genannt. Selbstbefriedigung bedeutet, durch Berührung des eigenen Körpers sexuelle Gefühle und Erregung auszulösen. Früher galt Selbstbefriedigung noch als unnormal, sogar als schädlich. Heute weiß man es besser: Sie ist einfach der erste Schritt, die eigene Sexualität kennenzulernen. Das ist auch für den Sex selbst wichtig: Ihr wisst immer besser, was euch im Bett gefällt, und könnt das dem anderen zeigen – damit der Sex gut für euch wird und Spaß macht. Wenn sich Männer öfter selbstbefriedigen, halten sie im Bett außerdem länger durch. Frauen hingegen hilft es, beim Sex leichter zum Orgasmus und Höhepunkt zu kommen (wobei nicht jede Frau zum Orgasmus kommen kann, was aber nicht heißt, dass sie nicht trotzdem große Lust empfindet). Außerdem baut das Onanieren auch Stress ab, fördert die Durchblutung, man bekommt weniger leicht Depressionen und Diabetes, die Beckenbodenmuskulatur wird trainiert und vieles mehr.

Schon kleine Kinder entdecken ihren Körper und bereiten sich durch Berührungen selbst Lust, auch wenn sie das meist noch nicht bewusst tun. Im Laufe der Pubertät lernen Mädchen und Jungen ihren Körper dann immer besser kennen und fangen an, sich sexuell für sich und andere zu interessieren – sie werden zu Frauen und Männern. Auch in Beziehungen wird meistens weiter masturbiert, denn Masturbieren und Sex sind zwei unterschiedliche Dinge: Selbstbefriedigung kann als eigenständige Form der Sexualität betrachtet werden. Wie oben schon gesagt, hilft sie aber auch für den Sex selbst und kann auch während dem Sex gemacht werden, um die Erregung zu steigern.

Tipps
Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Erkunde deinen eigenen Körper und finde heraus, was dir Spaß macht! Suche dir am besten einen ungestörten Ort, an dem du dich wohl fühlst – und nimm dir reichlich Zeit, dich zu erforschen. Das Ziel ist nicht zwangsweise den Höhepunkt zu erreichen, sondern deine Lust herauszufordern und deine Vorlieben zu entdecken. Hilfreich ist auch, das eigene Geschlechtsorgan zu kennen. Mädchen und Frauen sollten zum Spiegel greifen, um sich zu sehen. Tastet euch langsam an euch selbst heran und geht auf die Reaktionen eures Körpers ein. Versuche unterschiedliche Berührungen, Techniken und Stellungen und wechsle auch mal die Umgebung (im Bett, unter der Dusche, beim Baden, etc.).

Neben den eigenen Händen, sind Sexspielzeug, Massageöl und Gleitgel nette Accessoires beim Onanieren. Sowohl für Ihn als auch Sie sind warme Hände in Kombination mit Gleitgel oder Öl ein wahres Abenteuer. Ob es sich für ihn wie eine Scheide anfühlt oder sie schneller feucht werden lässt – das sind nur einige Vorteile, solche Hilfsmittel zu benutzen. Vor allem aber bei der analen Penetration ist Gleitgeld unverzichtbar. Bitte achtet dabei darauf, dass nur Gel und Öl verwendet wird, das auf Wasserbasis basiert.

Was ihr für eure eigene Befriedigung verwendet, ist reine Geschmackssache. Allerdings solltet ihr keine harten und zerbrechlichen Gegenstände nehmen, weil diese sehr leicht zu Verletzungen führen können. Die größte Rolle Spielt die Fantasie: Guter Sex passiert im Kopf und braucht Zeit. Geduld zahlt sich aus, denn so wird der Orgasmus auch intensiver und genussvoller. Es ist das Einfachste, fühlende Lust auszuleben, der Fantasien sind keine Grenzen gesetzt.

Fakten
Für Männer ist Selbstbefriedigung sogar biologisch notwendig: „Sperma wird normalerweise nach drei, vier Tagen schlecht“, sagt der britische Evolutionsbiologe Robin Baker. Durch Selbstbefriedigung wird man altes Sperma los, neues, fruchtbareres Material kann nachrücken. Und das bitte regelmäßig: Denn absterbende Rest-Spermien schädigen auch frische, top-fitte Spermien. „Spätestens nach acht bis zehn Tagen ist Sperma endgültig hinüber“, so der Hamburger Fortpflanzungsexperte Dr. Gerd Bispink. „Durch mehrfache Ejakulationen wird die Prostata besser durchblutet, das Sekret bleibt in Bewegung. Infekte können sich dann nicht so leicht festsetzen“, ergänzt Experte Karatepe.

Fazit
Selbstbefriedigung ist der Weg, um ein guter Liebhaber zu werden und ein schönes Sexleben genießen zu können: Nur wenn du dich selbst gut kennst, kannst du deinem Partner sagen, was du magst, und er darauf eingehen. Bei Männern trainiert das Onanieren zudem den Orgasmus zu kontrollieren; dabei ist es sehr gut, wenn nicht nur die Hand, sondern der gesamte Körper beteiligt ist. Das selbe gilt für Frauen: Regelmäßige Selbstbefriedigung kann helfen, schneller zum Orgasmus zu kommen.