Kennenlernen – Gar nicht so einfach?

Es wäre wohl zu einfach, wenn es die perfekte Strategie gäbe jemanden kennenzulernen. Allerdings behaupten wir, dass nur zwei Faktoren entscheidend sind:
1. Eine gute Portion Selbstbewusstsein
2. Etwas Feingefühl.

Das Selbstbewusstsein: Um das Selbstvertrauen zu stärken und die Ansprechangst zu überwinden, empfehlen wir zum Üben im Alltag: Situationen zu provozieren, über die man versucht, mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen. Sprecht häufiger fremde Menschen an, um nach der Uhrzeit, dem Weg oder anderen generellen Dingen zu fragen. Damit reduziert ihr einerseits die Ansprechbarriere und andererseits fühlt ihr euch sicherer in dem, was ihr tut. Gleichzeitig entwickelt ihr eine selbstsichere Ausstrahlung.
Die richtige Portion Feingefühl: Es gibt keine perfekte Zeit oder den perfekten Ort, um Menschen kennenzulernen: schöne und tolle Menschen gibt es überall. Nutzt möglichst alltägliche Flirtmöglichkeiten in neutralen Umgebungen: Ergreift spontane Gelegenheiten und handelt intuitiv. Überlegt euch keine Sprüche, mit den ihr sie ansprechen oder Themen wie ihr den Smalltalk einleiten wollt – derart „gestellte“ Szenen solltet ihr vermeiden. Sie wirken nicht authentisch und fallen dem Gegenüber sofort auf. Ein weiterer Tipp: Frauen mögen es gar nicht, wenn es zu schnell zu nahem Körperkontakt kommt. Haltet deshalb erstmal immer etwas Abstand, respektiert ihre Körpergrenzen. Ein zu schnelles Nahekommen, genauso wie unkreative Anmachsprüche oder sexistische Witze, sind beim Kennenlernen eher kontraproduktiv.

– Wieso eigentlich immer die Männer? – Natürlich kommt die Frage auf, wieso nicht auch mal die Frauen auf die Männer zugehen können, denn besonders die schüchternen Männer finden das sehr attraktiv. Einige Frauen befürchten, dass eine aktive Rolle sie forsch wirken lassen oder sie dadurch „leicht zu haben“ scheinen. Zudem: Genauso wie weibliche Offensive bei manchen Männern gut ankommen kann, laufen sie Gefahr solche Männer abzuschrecken, die gerne die Rolle des Jägers übernehmen. Grundsätzlich ist es egal, wer wen anspricht, denn beide Geschlechter hemmt dieselbe Befürchtung: Der Korb. Der Korb ist aber eigentlich gar nicht so schlimm: Man ärgert sich, wenn man jemandem sein Interesse zeigt, aber nicht erwidert bekommt – das war‘s aber auch schon. Entsprechend sollte man, wird man selbst angesprochen, den Mut des anderen anerkennen: Und ihm das Gefühl geben – auch wenn man selbst kein Interesse hat –, dass man sich sehr geschmeichelt fühlt.

Fakten
Eine Studie von ElitePartner sagt aus, dass jede dritte alleinstehende Frau vom anderen Geschlecht den ersten Schritt erwartet. Besondern jüngere Frauen mögen es, wenn der Mann die Initiative ergreift. Jede zweite Frau zwischen 18 – 29 Jahren möchte lieber angesprochen werden, als den Mann selber anzusprechen – allerdings sinkt dieses Verlangen mit dem Alter. Bei den über 55-jährigen Frauen wünschen sich das nur noch 17 Prozent der Befragten.

Fazit
Spontanes Ansprechen kreiert meist die beste Atmosphäre, um jemanden kennenzulernen. Seid locker und gut gelaunt. Eine selbstbewusste und positive Ausstrahlung ist sehr attraktiv – ein Lächeln und ein kurzes „Hi“ sollten nicht unterschätzt werden.